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©Moritz Freudenberg

Frank Henseleit/Marta Muñoz-Aunión/Martin Valdés-Stauber/Svetlana Belesova

Deutschland im Zeichen des Hakenkreuzes

Mousonturm Saal

Buchpräsentation/Gespräch

Im Frühjahr 1933 bereiste der spanische Journalist Manuel Chaves Nogales Deutschland, um den Alltag unter dem Hakenkreuz zu beleuchten. Als internationaler Korrespondent interviewt er sogar Joseph Goebbels und durchschaut bereits zu Beginn die Mechanismen und Strategien des faschistischen Regimes in Deutschland. Seine zwölf Reportagen waren bisher auf Deutsch nicht zugänglich, obwohl sie heute als wichtige historische Quelle gelten. Der Kupido-Verlag behebt nun diese Leerstelle mit der deutschen Erstübersetzung durch Verleger Frank Henseleit. „Deutschland im Zeichen des Hakenkreuzes” entschlüsselt die gezielte Manipulation der Bevölkerung und berichtet von einem entfesselten Antisemitismus. Im Gespräch u.a. mit dem Übersetzer und Verleger Frank Henseleit sowie dem Dramaturgen Martín Valdés-Stauber, der an den Münchner Kammerspielen den künstlerischen Forschungsbereich „Erinnerung als Arbeit an der Gegenwart” leitet, blickt die Hispanistin Marta Muñoz-Aunión (Goethe-Universität) auf die Auseinandersetzung des spanischen Schriftstellers Manuel Chaves Nogales mit seiner gewaltvollen Gegenwart der 1930er Jahre. Svetlana Belesova (Münchner Kammerspiele) liest Auszüge aus der deutschen Erstübersetzung von „Deutschland im Zeichen des Hakenkreuzes”.

Im Rahmen der Frankfurter Buchmesse 2022 Ehrengast Spanien.

Dauer: 100 Min.
Sprache: Deutsch und Spanisch