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(c) Katharina Seibt, (c) Flavio Karrer

Tümay Kılınçel

(Frankfurt, Berlin, Düsseldorf)

Dansöz

Studio 1

Tanz

Wenn der Orient, dem Kulturwissenschaftler und Pionier des Postkolonialismus Edward Said zufolge, eine europäische Erfindung ist, müssten dann nicht auch orientalische Tänze, häufig nur unter Bauchtanz subsumiert, als Teil der europäischen Tanzgeschichte begriffen werden? Wieso schließt der zeitgenössische Tanz, der eigentlich Offenheit und Ausdrucksvielfalt suggeriert, bestimmte Formen des Tanzens, so auch den Bauchtanz aus? In ihrem neuen Solo dreht die Frankfurter Choreografin Tümay Kılınçel bestehende Perspektiven um und integriert orientalische Tänze in die Genealogie des zeitgenössischen Tanzes. Wie kann das exotisierte Körperbild der Frau(en) im Bauchtanz einer sozialen Emanzipation unterzogen und somit zu einem Mittel der Ermächtigung werden? Wie kann Kılınçel diese Körperpraktiken nutzen ohne in eine vorgefertigte Box eingefügt zu werden?

Infos zum Stück auch hier: www.tanzfestivalrheinmain.de

Länge: 60 Min.
Deutsch, Englisch & Türkisch
Mousonturm-Koproduktion