im*possible bodies. performing sharing celebrating. Festival für utopische Praxis
Di. 17. — So. 29.04.2018

Seit Jahrhunderten werden die deutschen Bühnen von weißen Männern dominiert. Immer mehr Künstler*innen setzen ihrer Allmacht andere Ästhetiken, Narrative und politische Fragestellungen entgegen und tragen queere, trans*, Schwarze und of Colour-Stimmen und -Körper in die Theaterfestungen und öffentlichen Räume. Dennoch bleibt ihr Status bedroht und fragil.
im*possible bodies schafft als Festival der utopischen Praxis einen Möglichkeitsraum. Er versammelt und feiert reale, ausgeschlossene wie marginalisierte Körper und öffnet sich all jenen, die es noch zu denken gilt. Hier treffen Kunst und Aktivismus aufeinander: Wer darf sprechen, sich zeigen, bestimmen? Wer dominiert gesellschaftliche und künstlerische Repräsentation? im*possible bodies steht für Schönheit und Verwundbarkeit, Empowerment und Positionierung, Solidarität und Allianzen, die offensive Verteidigung des Nicht-Konformen mit allen Wagnissen. Performances, Tanz, Workshops, Konzerte und Versammlungen lassen Visionen ebenso wie Rückzüge zu. Tucké Royale, Simone Dede Ayivi, Nuray Demir und Tümay Kılınçel arbeiten offensiv am Queering und Rewriting von Herstories; der Performer und Autor Jaamil Olawale Kosoko und die Choreografin Last Yearz Interesting Negro setzen sich mit Schwarzen queeren oder männlichen Körpern auseinander; ein brasilianisches Kollektiv (das zuletzt mit „Macaquinhos“ am Mousonturm war) entwickelt neue Choreografien der Zerstreuung um den kolonisierten Körper. Ayla Pierrot Arendt, Carolina Mendonça, Joana Tischkau, Anta Helena Recke und Initiativen wie Queergehört oder SUQ laden zur Auseinandersetzung auch im Frankfurter Kontext ein. Sie alle sind im Begriff, einen verriegelt und normativ erscheinenden Kunstraum zu kapern. Im Wonder-Inn laden sie zu Hang-Outs, Sharing, Queering und Caring ein, zu im*possible Bibliografien, zum B-runch und an die Minibar. Sie fragen nach dem Potential der Queerness und cruisen durch die Utopie – die für ganz konkrete Anliegen steht.

Das Projekt "im*possible bodies. Performing sharing celebrating. Festival für utopische Praxis" wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes und unterstützt durch die Freunde und Förderer des Mousonturms e.V. (f.f.m).

Programmübersicht

Ayla Pierrot Arendt & Carolina Mendonça
Wonder-Inn
Lounge/Installation/Workshop
17.-29.4., 16-22 Uhr, Eintritt frei
17.4., 19:30 im*possible Opening

Tucké Royale
Mit Dolores habt ihr nicht gerechnet – Ein jüdisch-queeres Rachemusical
Performance/ALL IN ab 14 Jahren
17.4., 20.30 Uhr & Gespräch im Anschluss

Queere Verbindungen
Programm mit Frankfurter Initiativen
18.4. - 29.4., Eintritt frei

SUQ
Warum wir es uns nicht leisten können, in der Mitte zu stehen
Diskussion
18.4., 19.30 Uhr, Eintritt frei
Mit: Tadzio Müller, Stephanie Kuhnen, Isaiah Lopaz, Muriel González Athenas / Moderation: Hengameh Yaghoobifarah (Missy Magazine)

Offene Probe: Joana Tischkau, Anta Helena Recke, Elisabeth Hampe, Frieder Blume
Performance/Residenz
18.4.,18 Uhr, Eintritt frei

Jaamil Olawale Kosoko
#negrophobia
Performance
19.4., 20 Uhr

BOIBAND
Konzert
20.4., 20 Uhr, € 8

Wonder-Inn
possible knowledge networks
Gespräch
21.4., 12 Uhr, Studio 2, Eintritt frei

Wonder-Inn
im*possible curating
Diskussion mit Jaamil Olawale Kosoko, Mahret Kupka, Nuray Demir, Elisa
Liepsch u.a.
21.4., 16 Uhr, Studio 2, Eintritt frei

Simone Dede Ayivi
QUEENS
Performance, ALL IN ab 14 Jahren
21.4., 19 Uhr & Gespräch im Anschluss

Jaamil Olawale Kosoko
Séancers
Performance
21.4., 21 Uhr

Wonder-Inn
It’s Coffee Time
Künstler*innen-Treffen mit Simone Dede Ayivi, Andrez Ghizze, Caio, Dani Barra, Feliz, Kupalua, Luiz Gustavo u.a.
22.4., 11 Uhr, Studio 2, Eintritt frei

Queergehört – Die Queere Ringvorlesung (Frankfurt)
Status: nicht vorhergesehen. Vom Trans*sein jenseits der Geschlechternormen
Empowerment-Workshop für Trans*- und Nonbinary-Personen mit Gabriel_Nox Kohnke
23.4., 18:30 Uhr, Studio 2, Eintritt frei
Anmeldung: produktion at mousonturm dot de

Nuray Demir & Tümay Kılınçel
و WOW
Tanz/Performance/ALL IN ab 14 Jahren
23.4., 20 Uhr; 24.4., 18 Uhr & 21 Uhr

CUP Students
Activating the Space
Open Space
25.4., 16 Uhr, Studio 2, Eintritt frei

Andrez Ghizze, Caio, Dani Barra, Feliz, Kupalua, Luiz Gustavo
Zoo
Tanz
25.4. & 26.4., 20 Uhr,  ab 18 Jahren

Danny Banany
Queer B-Cademy – Teachings of Post-Academic Knowledge
Workshops
26.-29.4., Pay as much as you feel

FAKA
Konzert
27.4., 21 Uhr, € 5

RaSch- Ranzfurter Schwestern
Be Ugly!
Würgshop in RaSch‘s ranzigem Ugly-Salon 
28.4., 17–20 Uhr, Foyer, Eintritt frei

Last Yearz Interesting Negro
i ride in colour and soft focus no longer anywhere
Tanz/Performance
28.4., 20 Uhr

KICK-ASS-QUEEREEOKÉ
Karaoke
28.4., 21.30 Uhr

Programm Queer B-Cademy – Teachings of Post-Academic Knowledge

Tucké Royale, Preach und Natascha P., Botanical Voguing und B-Cademy Shop
26.4., ab 19 Uhr

Rosana Cade (Glasgow)
Drag Mother
Show/Performance
26.4., 22 Uhr, Studio 1

Mavi Veloso (Amsterdam)
truque-trrrah [experiment #2]
Performance
27.4., 19.30 Uhr, Studio 1

Tucké Royale, Preach und Natascha P.,
Botanical Voguing und B-Cademy Shop
27.4., ab 19 Uhr, Foyers

Rosana Cade (Glasgow)
Queer Day Spa
Workshop
28.4., 11-17 Uhr, Studio 2, Anmeldung: produktion@mousonturm.de

Mavi Veloso (Amsterdam)
Trava Lingua
Workshop
28.4., 15 Uhr, Studio 1, Anmeldung: produktion@mousonturm.de

Botanical Voguing
28.4., ab 19 Uhr, Foyer

B-Runch
29.4., 12 Uhr, Studio 2